Märchen in der Therapie - Die Kraft des Wandelns


Ein Märchen für unsere Zeit 1 -

Als ich meinen letzten Workshop wegen der Corona-Krise absagen musste, kam von dem bzw. der einen oder anderen die Frage, ob es nicht ein Märchen zu unserer besonderen Situation gibt. Ja, das gibt es! Als erstes habe ich ein Märchen ausgewählt, dass sich außerdem mit dem Thema Angst beschäftigt, woraus sie entsteht, in welchen Prozessen sie abläuft, wie sie sich anfühlt und was zu tun ist, um aus dem Kreislauf von Ängstigung, Angespanntheit, Enge, Ausweglosigkeit herauszukommen.

Es folgen zuerst das Märchen, denn ein Märchen kann selbstverständlich verschieden verstanden bzw. emotional durchlebt werden und immer wirkt es auch aus sich selbst heraus.

Danach biete ich eine Interpretation. Ich freue mich auf Rückmeldungen - mit eigenen Gedanken, Erfahrungen, weiterführenden Ideen.

1. "Das Märchen von Sumrad und Kimmat"

aus: Die Märchenkarawane. Aus dem usbekischen Märchenschatz, Verlag Kultur und Fortschritt Berlin, 1959

 

1. Interpretation von "Das Märchen von Sumrad und Kimmat"

 

Wem Märchen und Interpretation gefallen haben, wer sie hilfreich und anregend empfand, den bitte ich um eine Spende als Anerkennung. Leider ist es mir zurzeit nicht mehr möglich, Workshops und Seminare abzuhalten. Aber ich habe mir vorgestellt, es wäre ein Workshop und gäbe eine Interaktion mit Ihnen! In diesem Sinne ...

 

Andrea Rölke

IBAN: DE93 1203 0000 1035 5174 97

BIC: BYLADEM1001

Deutsche Kreditbank AG

 

Ich danke allen, die gespendet haben und spenden werden. Vielen Dank!

Angaben zu den benutzen Quellen:

Verena Kast: Vom Sinn der Angst. Wie Ängste sich festsetzen und wie sie sich verwandeln lassen, Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1996

Kakuzo Okakura: Das Buch vom Tee, Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig, 2002

Illustration: Andrea Rölke
Eine Bildergeschichte zum Märchen von Sumrad und Kimmat
Illustration zum "Märchen von Sumrat und Kimmat", Teil 2
Illustration: Andrea Rölke


2. Das Märchen "Suche nur, es gibt noch Dümmere"

Aus: Josef Haltrich: Sächsische Volksmärchen aus Siebenbürgen", herausgegeben von Hanni Markel, Kriterion Verlag Bukarest, 1974

2. Interpretation von "Suche nur, es gibt noch Dümmere"

Wem Märchen und Interpretation gefallen haben, wer sie hilfreich und anregend empfand, den bitte ich um eine Spende als Anerkennung. Leider ist es mir zurzeit nicht mehr möglich, Workshops und Seminare abzuhalten. Aber ich habe mir vorgestellt, es wäre ein Workshop und gäbe eine Interaktion mit Ihnen! In diesem Sinne ...

 

Andrea Rölke

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Ich bedanke mich bei allen, die gespendet haben. Das ist eine großartige Unterstützung und Motivation. Vielen Dank!

Angaben zu den benutzen Quellen:

Verena Kast: Vom Sinn der Angst. Wie Ängste sich festsetzen und wie sie sich verwandeln lassen, Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1996


Ein Märchen für unsere Zeit 3 -

Die ersten beiden Märchen beschäftigen sich ausführlich mit Angst - wie sie entsteht und verläuft, wie sie dumm und manipulierbar macht. Und auch wie das Fehlen von Angst bzw. das Bedürfnis, alles zu kontrollieren, zum Problem wird. Wir haben es hier mit allzu menschlichen Eigenschaften zu tun, die uns alle bekannt vorkommen. Doch zu sehr ins Extreme gesteigert, entfernen wir uns von der Natur und den natürlichen, sprich gesunden Prozessen.

Das dritte Märchen "Vom armen Müllerburschen und dem Kätzchen" erzählt ebenfalls kurz von der Angst - von der allein und verlassen zu sein - doch hier geht es noch mehr um die Wirtschaft. Um eine Wirtschaft, in der das weibliche, weiche Element - das "Sanfte", wie unser Held Hans feststellt - ganz und gar fehlt. Wie aus der aussichtslosen, erstarrten Situation herauszukommen, was zu tun ist - das erzählt das Märchen auch! Viel Spaß beim Hören dieses "guten, alten" Märchens der Gebrüder Grimm sowie bei der Interpretation:

 

3. Das Märchen "Der arme Müllerbursche und das Kätzchen"

Aus: Günter Jürgensmeier (Hrsg.): Grimms Märchen. Vollständige illustrierte Ausgabe, Sauerländer Verlag Mannheim, 2010. Mit Illustrationen von Charlotte Dematons

3. Interpretation "Der arme Müllerbursche und das Kätzchen"

Wem Märchen und Interpretation gefallen haben, wer sie hilfreich und anregend empfand, den bitte ich um eine Spende als Unterstützung für meine Arbeit. Leider sind Workshops und Seminare immer noch nur sehr eingeschränkt möglich. Damit es weitergeht!

 

Andrea Rölke

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Vielen Dank!

 


Wozu Märchen?

Märchen sind vieles, vor allem aber auch gesammelte Lebenserfahrungen. Sie sind oft als "Heldenreisen" angelegt, die die dutzende verschiedene Möglichkeiten darstellen, wie wir als "Helden unseres Lebens" Gefahren, Herausforderungen, Nöte, Aufgaben, Defizite bewältigen. Märchen geben eine Vorstellung davon, wie das sog. Böse wirkt und wie wir erfolgreich mit ihm umgehen. Sie thematisieren allgemein menschliche Probleme wie Angst, Schuld, Scham, Krise, Gier, Geiz, Sucht, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Wut, Trauma, Depression usw. sowie den jeweilig gegenteiligen erlösten Zustand. Die Sympathie des Märchens liegt beim jeweiligen Helden, der als "Dummling" seinen Lebensweg beginnt und seine lange Suchbewegung als König oder Königin meist nach einer königlichen Hochzeit mit Liebe, Glück, Frieden krönt.

Märchen können auf emotionaler Ebene heilsam wirken - und uns, richtig verstanden, den Kopf gerade rücken. Sie sind sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet. Kindern liest man sie vor oder erzählt sie, sie verstehen sie meist intuitiv. Wenn bei Kindern Ängste auftauchen sollten, kann man diese gut in einem Gespräch auffangen. Erwachsenen liest man die Märchen vor oder erzählt sie und deutet sie im gemeinsamen Prozess. Denn die Sprache der Märchen ist eine symbolische und mehr oder weniger leicht zu verstehen.

Nach tiefenpsychologischen Ansatz nach C. G. Jung ermöglichen Märchen uns einen leichteren Zugang zu unseren Emotionen und inneren Bildern, die für Selbstwert und Identität prägend sind. Systemisch betrachtet öffnen sie die Sicht auf äußere Zusammenhänge, die mit inneren Mustern korrespondieren. Es ist kein Zufall, welches Märchen oder welche Geschichten wir in der Kindheit besonders mochten oder gerade mögen. Es sagt auch viel über uns aus, als welche Märchenfigur oder in welcher Märchensituation wir uns in einer aktuellen Gegebenheit wiedererkennen.

 

Märchen können hilfreich sein:

- für das Verständnis der eigenen Lebenssituation

- für Analyse und Selbsterkenntnis

- in Übergangsphasen und krisenhaft erlebten Situationen- für die Erfahrung der eigenen Ressourcen und Entwicklung neuer Strategien

- wenn kreative Prozesse ins Stocken geraten (bei Künstlern oder allgemein)

- wenn bestimmte Märchen - auf Kindheit oder in der Gegenwart - bedeutsam werden, einen noch immer beschäftigen ...

- wenn bestimmte, märchenähnliche Bilder in Träumen, in der Fantasie, im Gefühlserleben eine Rolle spielen

 

Märchen können hilfreich eingesetzt werden:

- in Einzeltherapie / Supervision (Mein Lieblingsmärchen, ein unklares oder bedeutsames Märchen aus meiner Kindheit, mein Lieblings-Märchenmotiv, eine Märchenfigur für mich ...)

- in Gruppenprozessen mit beratenden oder motivierenden Elementen (als Supervision, zur Entspannung, beides in Kombination ...)

- für kreative Prozesse (in Gruppen fast jeden Lebensalters, fast jeder Professur oder fast jeden Themas sind verschiedene Spielarten des Umgangs mit Märchen möglich - außer dem Lesen, Hören und Reden - wie zum Beispiel malen, in Ton gestalten, szenisch spielen ...

 

Nehmen Sie Kontakt zu mir auf und schildern Sie Ihr Anliegen!